Sommersonnenwende – Die Magie des längsten Tages
- Jolijn van Oers

- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Die Sommersonnenwende markiert den Beginn des Sommers, den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Ein Moment, in dem die Sonne ihren höchsten Stand erreicht – und wir das Leben in seiner vollen Kraft spüren können. Dieser besondere Tag fällt auf der Nordhalbkugel auf den 21. Juni. Die kraftvolle Energie ist jedoch auch den Tage davor und danach spürbar.
Energie in Fülle
Rund um die Sommersonnenwende ist die Natur auf ihrem Höhepunkt. Alles blüht, wächst und strahlt – genau wie unsere eigene Energie. Gleichzeitig lädt uns dieser Moment ein, bewusst innezuhalten und wahrzunehmen, was gerade ist. Vielleicht verspürst du an diesem Tag das Bedürfnis, auf das vergangene Halbjahr zurückzublicken und zu reflektieren.
Rituale und Traditionen
In zahlreiche Kulturen finden sich Feste und Ritualen zur Sommersonnenwende. Es wird um das Feuer getanzt, Blumenkränze werden aufgesetzt und Opfergaben in die Flammen gegeben. An manche Orten finden sich sogar jahrtausendealte Bauwerke, die die Sonnenwende mit ihrer besonderen Ausrichtung ehren – wie zum Beispiel Stonehenge in England, wo der Heel Stone zur Sommersonnenwende perfekt in einer Linie mit der aufgehende Sonne ausgerichtet ist. Oder die Pyramiden von Gizeh, wo die Sonne am längsten Tag genau zwischen der Cheops- und Chepren-Pyramiden untergeht.
Die Sonne im Yoga
In den ältesten Texte des Hinduismus, den Veden, taucht ebenfalls ein Sonnengott auf: Surya. Er ist die Personifizierung von Wärme und Licht. Surya manifestiert sich auf der Erde in Form des Feuers, Agni.
Somit ist der Sommersonnenwende der ideale Zeitpunkt, um in deiner Yogapraxis dein inneres Feuer zu entfachen. Warum nicht ein paar Runden Surya Namaskar praktizieren und die Sonnenenergie ganz bewusst aufnehmen? Um die Richtige Balance zu gewähren und nicht an einem Zuviel an Sonnenkraft zu „verbrennen“, sind jedoch auch meditative Einheiten, wie eine Lichtmeditation oder achtsame Bewegung in der Natur, empfehlenswert.
Deine Praxis: Verbindung zur inneren Sonne Ob barfuß im Gras, am See oder bei einem Spaziergang im Wald – die Natur unterstützt dich dabei, in Verbindung zu kommen. Nutze die Energie der Sonne und die Kraft der Natur um das Feuer in dir zu wecken – mit ein paar Sonnengrüße im Freien. Der längste Tag des Jahres bietet dir den idealen Rahmen, dein eigenes Licht zu feiern, Kraft zu tanken und dich neu auszurichten.

1. Innere Ausrichtung – Bringe die Hände in Anjali Mudra (Gebetshaltung) vor dein Herz und nimm hier ein paar ruhige, tiefe Atemzüge.
2. Urdhva Hastasana – Hebe deine Armen lang nach oben. Die Handfläche dürfen sich berühren, oder du lässt die Hände schulterweit auseinander.
3. Uttanasana – Falte dich nach Vorne in eine tiefe Vorwärtsbeuge.
4. Tiefer Ausfallschritt – Tritt mit deinem rechten Fuß nach hinten und blicke sanft nach vorne.
5. Brett – Tritt auch den linken Fuß nach hinten in die Planke und senke dann deinen Körper langsam in die Bauchlage ab.
6. Kobra – Hebe deinen Brustkorb und blicke nach vorne.
7. Herabschauender Hund – Hände und Füße erden, Beine strecken und das Becken Richtung Himmel ausrichten.
8. Tiefer Ausfallschritt – Der rechte Fuß tritt wieder nach vorne.
9. Uttanasana – Schließe den linken Fuß an und tauche in eine tiefe Vorwärtsbeuge ein.
10. Urdhva Hastasana – Komme mit eine geradem Rücke zum Stehen und hebe die Arme.
Lass die Hände wieder vor dein Herz senken, du bist wieder in der Ausgangsposition angekommen.



Liebe Jolijn, was für schöne Worte & Gedanken! Dankeschön 🫶🏻